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Wrap-Up High-End Swiss 2018

Nachdem wir ausführlich über die High-End Swiss in Regensdorf berichtet haben, möchten wir die Show nochmals etwas aus der Vogelperspektive betrachten.

Wir empfanden die Besucherzahl am Samstag morgen als positiv – was sicher auch auf das schlechte Wetter zurückzuführen war. 

Im Vergleich zum letzten Jahr sind viele Hersteller dazu übergegangen, leiser und weniger effektvoll vorzuführen. Das hat insgesamt dazu beigetragen, dass die Show genussvoller war und die Anlagen besser beurteilt werden konnten.

Statt der üblichen Show-Effektmusik waren auch ein paar klangliche Perlen fern ab vom Mainstream auszumachen. Zum Beispiel im Goosebumps-Raum spielte dieses schöne Stück.

Was das Klangliche angeht, hat uns die Rowen/Octave Vorführung sehr gut gefallen. Das ist unaufgeregtes, räumlich-homogenes und erst noch bezahlbares HiFi. In einer ähnlichen Kategorie spielte die Brinkmann/Vandersteen Kombination – allerdings mit deutlich höherem Preisschild.

Als Cost-no-Object High-Lights empfanden wir die Nagra/Seidenton Kombi, die wir an der Ausstellung das erste mal gehört haben. Und die technisch sehr aufwendigen Systeme von Backes & Müller sind immer wieder einen Besuch wert. Allerdings werden hier Produkte gezeigt, die für die meisten Besucher unerschwinglich sein dürften. Und sich darüber hinaus auch nur schwer in normale Wohnräume integrieren lassen (man beachte den Wandabstand…).

Apropos erschwinglich. Es setzt sich wohl die breitere Erkenntnis durch, dass nicht nur ultra-teure Anlagen gezeigt werden sollten, sondern solche, die in einem bezahlbaren und vernünftigen Preisbereich liegen – und somit ein breiteres Publikum ansprechen. Das ist sehr erfreulich.

Kommen wir zum seit Jahren grössten Kritikpunkt der Show. Von den drei meistverkauften High-End Lautsprechern der Schweiz (Piega, B&W und ROWEN), war alleine ROWEN vertreten.

Gleich sieht es aus bei der Elektronik: Alles, was irgendwo eine Marktbedeutung hat – wie NAD, Marantz, Denon, Cambridge – war an der Show nicht vertreten.

Für den Besucher bedeutet dies, dass er ein stark verzerrtes Bild des Hi-Fi Marktes erhält. Denn was er zu sehen und zu hören bekommt, sind eher exotische Produkte mit wenig Marktanteil und Marktzugang. Denn die hier gezeigten Produkte findet man in vielen Fällen gar nicht im Fachhandel oder dann nur bei einzelnen Händlern.

Der Branche würde es gut tun, eine Messe zu haben, die erstens den Markt repräsentiert und zweitens Produkte und Lösungen zeigt, die für ein breiteres Publikum interessant und erschwinglich sind.

2018-11-10T14:12:37+00:00Oktober 30th, 2018|Categories: Alle News, Show Reports|0 Comments

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